- Almindingen ist ein großer Wald mitten auf Bornholm. Hier liegen das Echotal Ekkodalen, die Burgruinen Lilleborg und Gamleborg sowie der höchste Punkt der Insel, der Rytterknægten (162 m).
- In einem Gehege am Chr. X’s Vej lebt eine Herde von rund 10 Wisenten. NaturBornholm bietet geführte Touren zu den Tieren an.
- Anfahrt: Busse 1, 3, 1A und 3A, zum Beispiel bis zur Haltestelle „Almindingsvej v. Ekkodalsvej“. Parkplätze gibt es unter anderem am Ekkodalshuset, an Lilleborg und an Gamleborg.
- Für den Einstieg eignet sich der Rundweg Kongens Borge: ca. 6 km über Gamleborg und Lilleborg. Der Abstieg nach Lilleborg ist steil, nach Regen wird es oft matschig.
- Hunde gehören an die Leine. Dein Zelt darfst du kostenlos in einer ausgewiesenen Zone zwischen Bolsterbjergvej und Åsedamsvej aufschlagen.
Mitten auf Bornholm liegt Almindingen, ein großer Wald mit Felstälern, Mooren, den Ruinen zweier alter Burgen und einer Wisentherde, die aus Polen hierherkam. Zusammen mit den angrenzenden Wäldern bedeckt er rund 5.000–6.000 Hektar und ist damit der fünftgrößte Wald Dänemarks. Allein der staatliche Teil, den die dänische Naturbehörde Naturstyrelsen verwaltet, misst 2.476 ha.
Wie kommst du nach Almindingen?
Du erreichst Almindingen mit dem Auto, mit dem Rad oder mit den Buslinien 1, 3, 1A und 3A, an Schultagen auch mit der Lokallinie 51. Aktuelle Fahrpläne findest du beim Busunternehmen BAT, Linien und Tickets erkläre ich im Artikel über die Busse auf Bornholm.
Almindingen
Geschichte und Natur von Almindingen
Der Name des Waldes taucht schon 1499 in den Quellen auf: als „Almenighe Skoghæ“, also Gemeinschaftswald (dän. alminding = Allmende). Jahrhundertelang trieben die Bornholmer hier ihr Vieh auf die gemeinsame Weide. 1809 wurde die Weide eingezäunt und aufgeforstet.
Wie Almindingen zum Wald wurde
Ende des 18. Jahrhunderts war nur etwa ein Viertel der Fläche bewaldet, auf der heute der Wald Almindingen steht. Die Aufforstung leitete der Förster Hans Rømer (1770–1836), der 1809 die Einzäunung der neuen Pflanzung abschloss. Gepflanzt wurden vor allem Nadelbäume, und um 1900 war Bornholm bereits die waldreichste Region Dänemarks.
Wie viel Arbeit in dieser Aufforstung steckte, siehst du bis heute: zum Beispiel an den mächtigen Steinmauern entlang des Waldes, die das weidende Vieh von den jungen Bäumen fernhalten sollten.
Heute wachsen hier vor allem Fichten, Buchen und Eichen, darunter viele Traubeneichen. Dazwischen liegen Felsen, Spaltentäler, kleine Seen und Moore. Im Wald leben Rehe und ein kleines Damwildrudel, und über den Mooren Bastemose und Svinemose siehst du unter anderem Kraniche und Rohrweihen. Auch für Fledermäuse ist Almindingen wichtig: Die Bechsteinfledermaus kommt in Dänemark nur auf Bornholm vor, unter anderem genau hier.

Was du in Almindingen sehen kannst
Am bekanntesten ist Ekkodalen, das Echotal: ein ca. 1 km langer Abschnitt des längsten Spaltentals auf Bornholm, mit bis zu 20 m hohen Felswänden. Das Echo hörst du am besten an der Quelle H.C. Ørsteds Kilde.
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Außerdem lohnen sich:
- der Hügel Rytterknægten mit dem Aussichtsturm Kongemindet – der höchste Punkt Bornholms (162 m über dem Meer). Der Steinturm entstand 1856 zur Erinnerung an den Besuch von König Friedrich VII. im Jahr 1851, 1899 bekam er einen Aufbau aus Stahl. Zusammen sind beide Teile 22 m hoch, oben stehst du also auf 184 m Höhe,
- das Moor Bastemose mit offener Wasserfläche und einem Rundweg – die Stelle im Wald mit den meisten Pflanzen- und Vogelarten,
- die Burgruinen Lilleborg und Gamleborg,
- das Wisentgehege (Bisonskoven) – rund 200 ha eingezäunter Wald am Moor Svinemose. Die ersten Tiere, sechs Kühe und ein Bulle, kamen im Juni 2012 aus Polen, heute zählt die Herde rund 10 Tiere. Das Gelände ist für Besucher offen, du erreichst es über den Chr. X’s Vej. Halte mindestens 100 m Abstand zu den Wisenten.
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Aktiv in Almindingen
Durch den Wald führen markierte Wanderwege und mehrere Radrouten, am Rytterknægten gibt es außerdem MTB-Strecken. Mit dem Rad darfst du alle Wege und Pfade benutzen, die sich für ein normales Fahrrad eignen. Die markierten Wanderwege sind nicht rollstuhlgerecht, über die Forstwege kommst du aber durch – nur ist der westliche Teil des Waldes sehr hügelig. Routen über die ganze Insel stelle ich im Artikel Radwege auf Bornholm vor.
Im Wald bleibt dein Hund an der Leine. Am Åsedam gibt es einen eingezäunten Hundewald (dän. hundeskov), in dem er frei laufen darf, solange du ihn voll im Griff hast. Mehr praktische Tipps findest du im Artikel Bornholm mit Hund.
Übernachten in der Natur
Im Wald schlafen? In Dänemark geht das!
In Almindingen stehen mehrere Shelter, also einfache Holzunterstände, in denen du kostenlos übernachten kannst. Wo du sie findest und wo es Lagerplätze gibt, zeigt die Karte auf udinaturen.dk.
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Auch ein Zelt darfst du hier ohne Campingplatz aufstellen, und zwar in der ausgewiesenen Zone für freies Zelten (auf der Karte der Naturstyrelsen: „område med fri teltning“). Dabei gelten die Regeln der Naturstyrelsen.
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Naturschutz in Almindingen
Den staatlichen Teil des Waldes verwaltet die Naturstyrelsen. Manche Flächen bleiben sich selbst überlassen: Orkanskoven ist ein Waldstück, das ein Orkan 1967 umgeworfen hat und das seitdem ohne menschliches Zutun nachwächst. Der alte Eichenwald am Rand von Ekkodalen ist ein Natura-2000-Gebiet. Und die Wisente sollen nicht nur Besucher anlocken – beim Grasen halten sie die offenen Flächen im Wald frei.
Fährst du ab Sassnitz? Diese Route nehme ich am häufigsten, mit dem Auto und meinen Hunden. Das Ticket kaufst du bei der Reederei Bornholmslinjen, deine Unterkunft auf der Insel vergleichst du bei Booking.com – Ferienhäuser, Apartments und Hotels mit Bewertungen.




