- Paradisbakkerne, die „Paradieshügel“, sind ein felsiges Waldgebiet mit Schluchten, Findlingen und Heideflächen, ca. 3 km nordwestlich von Nexø (Nexö).
- Die Hauptattraktion ist der Rokkestenen: ein rund 30 Tonnen schwerer Findling, der schaukelt, wenn du ihn an der richtigen Stelle anschiebst. Vom Parkplatz bist du in etwa einer halben Stunde dort.
- Es gibt drei markierte Rundwege: Rot (ca. 3 km), Blau (ca. 5 km, mit den meisten steilen Anstiegen) und Gelb (ca. 6 km).
- Parkplätze: am Klintebygård (Lisegårdsvejen 2, mit Toilette und Wasser), am Oksemyrevejen oder an der Burganlage Gamleborg am Ende des Slamrabjergvej.
- Nimm eine Karte und feste Schuhe mit. Die Pfade sind steinig, stellenweise matschig und nichts für Kinderwagen oder Rollstühle.
Paradisbakkerne, die Paradieshügel, sind ein bewaldetes Felsmassiv ca. 3 km nordwestlich von Nexø. Schmale Täler, kleine Seen, Heideflächen und Findlinge – darunter der Wackelstein Rokkestenen – siehst du auf drei markierten Rundwegen von ca. 3, 5 und 6 km Länge.
Der Name geht auf die alten Höfe Paradisgårdene zurück (1528 als Paradissegaard verzeichnet). Die Hügel steigen steil 30–50 m über ihre Umgebung an, weite Teile liegen höher als 100 m über dem Meer. Insgesamt umfasst es ca. 600 Hektar, rund 1 km² steht schon seit den 1930er-Jahren unter Schutz. Ein großer Teil davon ist Privatwald.
Rokkestenen, der Wackelstein
Durch das Gelände ziehen sich schmale Spaltentäler mit üppiger Vegetation, dazwischen liegen kleine Seen, Moore und Reste der Heide Højlyngen. Überall liegen Findlinge, die das Inlandeis zurückgelassen hat. Der berühmteste, der „Rokkestenen“, ist der größte Wackelstein Bornholms. Er wiegt ca. 30 Tonnen (laut lex.dk; andere Quellen nennen 25–35 Tonnen), misst ca. 4 × 2 m und ist 3 m hoch. Wenn du ihn an der richtigen Stelle anschiebst, schaukelt er leicht.
Die Geschichte der Paradisbakkerne
Schon in vorgeschichtlicher Zeit waren hier Menschen unterwegs. Die wichtigste Spur ist Gamleborg – eine Fluchtburg aus der Eisenzeit. Erhalten sind Reste des Ringwalls, du erreichst sie vom Parkplatz am Ende des Slamrabjergvej. Nicht verwechseln mit Gamleborg im Wald Almindingen: Die Burg dort stammt aus der Wikingerzeit, ich beschreibe sie in einem eigenen Artikel. In den Paradisbakkerne steht außerdem der Bautastein (Gedenkstein) Nasken.
Lies auchGamleborg. 🏰 Die Wikingerburg auf BornholmGamleborg in Almindingen: die größte bekannte Fluchtburg Dänemarks aus der Wikingerzeit, auf einem Felsen über dem Ekkodalen. Wie du vom Parkplatz hinkommst und was du dort siehst.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich auf Bornholm die Steinindustrie, und ein Teil der Findlinge landete auf Baustellen. In den Paradisbakkerne wird bis heute ein typisches Gestein abgebaut – der Paradisbakke-Migmatit, den du im Steinbruch Præstebo sehen kannst. Die meisten Felsformationen sind aber erhalten geblieben und stehen heute unter Schutz.
Achtung: mit dem Rad nur auf Wegen
Heute führen drei markierte Wanderwege durch die Paradisbakkerne. Mit dem Rad darfst du nur auf Wegen und Pfaden fahren, die sich für ein normales Fahrrad eignen, und nicht zwischen Sonnenuntergang und 6:00 Uhr morgens. Eine Karte mit Routenvorschlägen bekommst du in der Touristeninformation.
Wanderwege in den Paradisbakkerne
Es gibt drei markierte Rundwege: Rot (Kreis, ca. 3 km), Blau (Quadrat, ca. 5 km) und Gelb (Dreieck, ca. 6 km). Alle sind steinig, stellenweise matschig und nichts für Kinderwagen oder Rollstühle. Parken kannst du am Klintebygård (Lisegårdsvejen 2, Toilette und Trinkwasser), am Oksemyrevejen (ebenfalls mit Toilette) oder an der Burganlage Gamleborg am Ende des Slamrabjergvej.
Paradisbakkerne
Der blaue Rundweg (Quadrat)
- Länge: ca. 5 km
- Dauer: 2–3 Stunden (laut Tafel der Gemeinde am Klintebygård ca. 3 Stunden)
- Start: Klintebygård oder Gamleborg
Der blaue Rundweg ist der schwierigste: Er hat die meisten steilen Auf- und Abstiege, dazu Steine, Matsch und umgestürzte Stämme in der Schlucht. Du startest am Klintebygård oder an Gamleborg und brauchst 2–3 Stunden (die Gemeinde gibt auf der Tafel am Klintebygård ca. 3 Stunden an, weil das Gelände anspruchsvoll ist). Unterwegs kommst du am Midterpilt vorbei, dem höchsten Punkt der Paradisbakkerne, am Rokkestenen und am See Grydesø.
Stationen unterwegs
Klinteby
Start am Parkplatz Klintebygård (Toilette und Trinkwasser).
Klint (kleiner Abstecher)
Ein kurzer Umweg führt zu den Felsformationen in der Umgebung.
Fjeldstauan
In diesem Haus war die erste Jugendherberge Dänemarks; heute ist es ein privates Ferienhaus.
Rokkestenen
Der berühmte Findling, den du ins Schaukeln bringen kannst – einer der Höhepunkte der Runde.
Grydesø
Kleiner See im Tal Grydedalen; vom Felsen darüber hast du einen schönen Blick.
Skottedal
Eines der schmalen Spaltentäler.
Slingesten
Großer Findling im offenen Gelände; der Sage nach hat ihn ein Troll hierher geschleudert.
Linkisten
Gamleborg
Reste des Walls einer Fluchtburg aus der Eisenzeit; hier ist der zweite Parkplatz.
Borgesø
Kleiner Waldsee.
Midterpilt
Steinhaufen (dän. pilt) auf 113 m Höhe, der höchste Punkt der Paradisbakkerne, mit Aussicht. Ähnliche Steinhaufen, Vestre- und Østrepilt, dienten früher als Wegweiser.
Nimm den blauen Weg, wenn du gute Schuhe hast und auf einer Runde Rokkestenen, Gamleborg und Midterpilt sehen willst.
Der rote Rundweg (Kreis)
- Länge: 3 km
- Dauer: 1 Stunde
- Start: Klintebygård
Der rote Rundweg ist der leichteste, du brauchst etwa eine Stunde. Er beginnt am Parkplatz Klintebygård, führt am Fjeldstauan vorbei zum Rokkestenen, dann hinauf auf den Felsen über dem See Grydesø und auf einem Pfad einmal um den See herum. Den letzten Kilometer läufst du auf einem breiten Forstweg. Hinter dem Rokkestenen biegt der Weg scharf nach links ab – achte auf die Markierungen, die Abzweigung übersieht man leicht.

Stationen unterwegs
- Klinteby – Start.
- Klint (kleiner Abstecher) – kurzer Umweg zu den Felsformationen.
- Fjeldstauan – die frühere erste Jugendherberge Dänemarks.
- Rokkestenen – Findling, den du bewegen kannst, einer der Höhepunkte der Runde.
- Grydesø – kleiner See; der Weg führt einmal um ihn herum.
Nimm den roten Weg, wenn du wenig Zeit hast oder mit Kindern unterwegs bist (ohne Kinderwagen) – zum Rokkestenen brauchst du vom Parkplatz ca. eine halbe Stunde.
Der gelbe Rundweg (Dreieck)
- Länge: ca. 6 km
- Dauer: 2–3 Stunden
- Start: Klintebygård
Der gelbe Rundweg ist der längste (ca. 6 km, 2–3 Stunden) und mittelschwer. Vom Rokkestenen und dem Felsen über dem Grydesø geht es durch das Tal Grydedalen zum Midterpilt, dann über die Heide ins Tal Majdalen. Auf den letzten ca. 1,5 km bringt dich ein breiter Forstweg zurück zum Parkplatz. Parken kannst du am Klintebygård oder am Oksemyrevejen – an beiden gibt es Toiletten.
Stationen unterwegs
- Klinteby – Start der Wanderung.
- Klint (kleiner Abstecher) – Umweg mit Blick auf die Felsformationen.
- Fjeldstauan – die frühere erste Jugendherberge Dänemarks.
- Rokkestenen – der Wackelstein, Pflichtstopp auf jeder Runde.
- Grydesø – malerischer kleiner See.
- Midterpilt – Aussichtspunkt mit großem Steinhaufen, 113 m hoch, die höchste Stelle der Paradisbakkerne.
- Majdal – schmales Felstal, das man auch den „Grand Canyon Bornholms“ nennt.
- Ravnedal – das Rabental, ein weiteres Spaltental.
- Tamperdal – Tal mit spannenden Felsformationen.
- Troldstauerna – ein Ort, um den sich lokale Sagen ranken.
- Dybedal – schmale Felsspalte, 2–3 m breit und bis zu 8 m tief.
- Heksens dør – die „Hexentür“, ein geheimnisvoller Punkt am Weg.
- Trommerestene – Findlinge, benannt nach dem Trommler Anders Trommer.
- Gamledam – kleiner, mit einem Damm aufgestauter See; der Pfad läuft schmal am Ufer entlang.
- Oksemyr – malerisches Moor.
- Kodal – die letzte Station, bevor es zurück zum Klintebygård geht.
Nimm den gelben Weg, wenn du möglichst viele Täler sehen willst und 2–3 Stunden Zeit hast.
Fährst du ab Sassnitz? Diese Route nehme ich am häufigsten, mit dem Auto und meinen Hunden. Das Ticket kaufst du bei der Reederei Bornholmslinjen, deine Unterkunft auf der Insel vergleichst du bei Booking.com – Ferienhäuser, Apartments und Hotels mit Bewertungen.




